Menschen mit Demenz leiden unter zunehmender kognitiver Einschränkung. Krankheitssymptome wie Orientierungs- und Erkennungsstörungen, Sturzrisiko und Weglauftendenz verursachen häufig Gefahrensituationen und erschweren die Betreuung von Demenzkranken in Altenwohn- und Pflegeheimen. Technische Lösungen dürfen demente Personen nicht überfordern - eine zu hohe Komplexität kann bei Betroffenen, Angehörigen und Pflegepersonen Stress erzeugen.
Unsere Desorientiertenfürsorgesysteme wurden, im ständigen Austausch mit unseren Kunden aus dem Pflegebereich, so entwickelt, dass eine einfache Handhabung und eine größtmögliche Resistenz gegen Fehlbedienung gewährleistet sind.
Aufenthaltsbereiche innerhalb von Gebäuden, Durchgangs- und Außentüren sowie Freiflächen (Terrassen, Garten usw.) werden mit Überwachungsterminals ausgestattet. Sie kommunizieren (z. B. über das hausinterne LAN-Netz) untereinander und mit einer Zentraleinheit (z. B. im Dienstzimmer). Da kaum Baumaßnahmen anfallen, können unsere Anlagen in vorhandenen Einrichtungen kostengünstig nachinstalliert und jederzeit an veränderte Anforderungen anpasst werden.
Desorientiertensysteme umfassen eine Vielzahl von Einzellösungen und technischen Geräten, die als Insellösungen oder miteinander vernetzt und mit weiteren Lichtruf-, TK- und Kommunikationssystemen in die Pflegeorganisation eingebunden werden können. Kontaktmatten, Lichtschranken, Vitalmelder usw. ergänzen das Schutzkonzept.
Der zu schützende Bewohner erhält einen Sender, in der Regel als Armbanduhr. Die zuständigen Pflegekräfte tragen einen speziellen Transponder als Schlüsselanhänger. Nähert sich der desorientierte Bewohner einem geschützen Bereich, wird sein Sender aktiviert und sendet einen Berechtigungscode an ein Überwachungsterminal. Von dort wird die Information zeitgleich an das Pflegepersonal geleitet, das unverzüglich eingreifen kann. Schutzmaßnahmen - wie kurzzeitige Türverriegelungen, eine Sprachansage, die Aufschaltung einer Videokamera - können auch automatisch ausgelöst werden. Die Überwachungsterminals sind auch in der Lage zu erkennen, wenn ein Patient von einer Pflegekraft begleitet wird. In diesem Fall wird die Meldung an weitere Pflegekräfte unterdrückt und automatische Folgeaktionen entfallen.
Desorientierte Personen sind besonderen Gefahren ausgesetzt, wenn sie ihre gewohnte Umgebung verlassen. Aus diesem Grund werden Türüberwachungseinheiten eingesetzt, die das Pflegepersonal unverzüglich informieren, wenn ein verwirrter Bewohner den betreuten Bereich verlassen will. Das Pflegepersonal kann sofort zu Hilfe eilen und die Person begleiten oder sie in ihren gewohnten Bereich zurückführen.
Häufig werden desorientierte Personen in speziellen Gebäudeteilen einer Liegenschaft untergebracht oder halten sich in geschützten Bereichen wie Gruppenräumen, Terassen, in Cafeteria oder Garten auf. Verlassen oder betreten sie diese Bereiche, wird das kontinuierlich registriert und dem Pflegepersonal sofort signalisiert. Der Aufenthaltsort von desorientierten Bewohnern wird auf einem PC-Monitor visualisiert. Das Risiko, das durch die Tendenz zum "Wandern" besteht, wird auf diese Weise kontrollierbar.
Auch unterwegs sicher: Bei Ausflügen, Veranstaltungen und in Therapiegruppen muss nicht auf Bewegungsfreiheit und Sicherheit verzichtet werden. Ein tragbares Überwachungsgerät hält ständigen Funkkontakt mit den Sendern der in der Gruppe befindlichen desorientierten Personen. Verlässt ein gefährdeter Patient den vorgegebenen Bereich, erhält die Aufsichtsperson einen Alarm mit Patientenerkennung. Suchmaßnahmen können sofort eingeleitet werden.
Stürze können schlimme Konsequenzen haben. Die Statistik hält fest, dass jeder Dritte über 65 Jahre einmal im Jahr stürzt, bei Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen geschieht das sogar noch häufiger. Schwere Verletzungen und Mobilitätsverlust können die Folge für die Senioren sein. Für das Pflegepersonal bedeutet dies eine höhere Arbeitsbelastung, für die Einrichtung womöglich einen Imageverlust. Sensoren, die Bewegungen, Gewichtsverlagerungen, Laufrichtungen usw. detektieren, sind in den unterschiedlichsten Bauformen (Matten, Kissen, Lichtschranken usw.) und für verschiedene Einsatzbereiche verfügbar.
Ist Ihr Haus mit einer Schwesternrufanlage ZETTLER® Medicall® 800 ausgerüstet, können die Meldungen der Desorientiertensysteme auch an dieses System weitergeleitet werden. Die Pflegekräfte erhalten die Informationen - angepasst an die Pflegeschichten - gemeinsam mit den Lichtrufmeldungen an allen stationären und mobilen Abfragestellen. Die Weiterleitung der Meldungen und Alarme auf mobile Telefonanlagen (DECT/WLAN) und Pager ist ebenfalls möglich. Das Pflegepersonal wird mobiler und flexibler, kann schneller auf Notsituationen reagieren und die Sicherheit desorientierter Personen wird erhöht.
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